Äthiopien ist bekannt als eines der ärmsten Länder der Welt. Trotz des wirtschaftlichen Aufschwungs der letzten Jahre leben offiziell mehr als 1/3 der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze. Äthiopiens Städte wachsen in rasantem Tempo. In den meisten Fällen fehlen den Stadtverwaltungen jedoch die finanziellen Mittel um ausreichend Infrastruktur für die Bevölkerung zur Verfügung zu stellen. Da es bereits an der Grundversorgung wie Strom, Wasser sowie Müll- und Abwasserentsorgung mangelt, ist es nicht verwunderlich, dass es wenig Mittel für soziale Infrastruktur wie Sportanlagen oder Jugendclubs gibt. Dabei spielt der Sport insbesondere in Afrika eine wichtige Rolle für die Kinder und Jugendlichen, die so oft die Leidtragenden der steigenden Kluft zwischen Arm und Reich sind. Sport ist, wie überall auf der Welt, auch in Äthiopien ein Ventil für angesammelte Frustration, Quelle für neue Motivation sowie Mittel zur Konfliktbewältigung und zum Erlernen sozialer Umgangsformen.