Kibera liegt 7 km südwestlich des Stadtzentrums von Nairobi und ist der größte Slums Ostafrikas und einer der größten Afrikas insgesamt. Kibera erstreckt sich über eine Breite von 3,5 km (von Westen nach Osten) und 1,5 km (Von Norden nach Süden) mit einer Flächen von ca. 250 ha. Offizielle Bevölkerungszahlen werden mit bis zu 700.000 und einer Einwohnerdichte von ca. 2000 Menschen pro ha angegeben. Wie viele Menschen dort jedoch tatsächlich leben, lässt sich schwer sagen. Wohltätige Organisationen, die in diesem Slum tätig sind, schätzen die tatsächliche Einwohnerzahl jedoch auf mindestens 1 Million. Dies wären ein Drittel der gesamten Stadtbevölkerung Nairobis.

Kibera besitzt alle Charakteristika eines typischen Slums: fast keine öffentlichen Dienst-leistungen sind verfügbar (weder Wasseranschluss, noch Abwasserentsorgung noch Müllentsorgung sind geregelt), die Bevölkerungsdichte ist enorm hoch, die Arbeitslosenrate liegt nach vorsichtigen Schätzungen zwischen 70-80%, die Analphabetenrate ist astronomisch hoch, die Gesundheitsversorgung ist denkbar schlecht (lediglich zwei Krankenhäuser für 1 Million Menschen) und die Sterblichkeitsrate liegt dementsprechend weit über dem Landesdurchschnitt.